Machbarkeitsstudie

Machbarkeitsstudie zur wissenschaftlichen Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte

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Thema: Wissenschaftliche Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte in der Region Südniedersachsen

Ziel: Sondierung und Identifikation relevanter Themen zum wissenschaftlichen Weiterbildungsbedarf der südniedersächsischen Wirtschaft und Entwicklung von ausgewählten Angeboten

Laufzeit: 2008 - 2009

Aktuelle Projektphase: Projektende

Wissenschaftliche Weiterbildung für die regionale Wirtschaft

Wachstum und Leistungsfähigkeit einer dynamischen Wirtschaft werden durch hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte sowie durch Passgenauigkeit und Qualität der verfügbaren Weiterbildungsangebote bestimmt.

  • Welche Weiterbildungsengpässe existieren in Südniedersachsen?
  • In welchen Feldern besteht in den Unternehmen wissenschaftlicher Weiterbildungsbedarf?
  • Welchen Beitrag können Weiterbildungsangebote der Universität Göttingen, der Privaten Fachschule Göttingen und der HAWK (Fachhochschule Hildesheim-Holzminden-Göttingen) zur Fachkräfte-Entwicklung leisten?

Diesen Fragen ging die Machbarkeitsstudie "Wissenschaftliche Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte in Südniedersachsen" nach.

Studie der Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften untersucht Bedarf und Qualität

Was ist "Wissenschaftliche Weiterbildung"?

  • Zielgruppe: höherqualifizierte Personen im Unternehmen. Also Fach- und Führungskräfte, die ein Studium absolviert haben, oder jene, die aufgrund entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung einen vergleichbaren Bildungsstand erreicht haben.
  • Bildungsinhalte: Sie setzt ein hohes Niveau an Fach- und Methodenwissen voraus und entwickelt dieses Vorwissen durch Vermittlung und Reflexion neuerer Forschungsergebnisse, Technologien und gesellschaftlicher Entwicklungen systematisch weiter.
  • Orientierung / Leitlinie: Die wissenschaftliche Weiterbildung stellt einen systematischen Praxisbezug her und orientiert sich an beruflichen / betrieblichen Aufgaben. Sie nutzt die vielfältigen Praxiserfahrungen der Lernenden z.B. indem betriebliche Aufgabenstellungen zum Lerngegenstand und zur Grundlage von Projektarbeiten gemacht werden.
  • Form der Weiterbildung: Realisiert sich in sehr unterschiedlichen Veranstaltungen, denkbar sind je nach Bedarf:
    • kurze Workshops zum fachlichen Austausch von betrieblichen Experten mit Forschung und Wissenschaft;
    • Seminare zur Vermittlung von spezifischem Fachwissen;
    • Längerfristige Seminarmodule (ggf. mit der späteren Möglichkeit eines Studienabschlusses).
  • Abschluss: Wird von Hochschulen angeboten und zertifiziert, was eine anerkannt hohe Bildungsqualität und Verwertbarkeit garantiert.

Ziele der Machbarkeitsstudie

  • Sondierung des Bedarfs an wissenschaftlicher Weiterbildung in der südniedersächsischen Wirtschaft.
  • Identifizierung relevanter Themen.
  • Zusammenführung von potentiellen Nachfragern mit Anbietern in Entwicklungspartnerschaften.
  • Vorbereitung der kooperativen Entwicklung ausgewählter Angebote.

Vorgehen

  1. Expertengespräche mit Vertretern der regionalen Wirtschaft.
  2. Sondierung des potenziellen Angebots der beteiligten Göttinger Hochschulen.
  3. Zusammenführung möglicher Partner in "Entwicklungspartnerschaften" zur Konzeptentwicklung ausgewählter Angebote.

Erste Ergebnisse

Zu folgenden Themen wuden Entwicklungspartnerschaften angestrebt:

  1. Erneuerbare Energien (Biomasse)
    Know-How zur Entwicklung, Projektierung und Umsetzung von Bioenergie-Anlagen
  2. Virtuelles Arbeiten mit IuK-Technologien
    Organisation, Führung und Technologie zur virtuellen Zusammenarbeit über verteilte Standorte
  3. Internationale Logistik & Verpackung
    Weiterbildung für Fachkräfte mit logistischen Aufgaben bei Logistik-, Herstellungs- und Verpackungsunternehmen

Darüber hinaus wurden folgende Themen weiter verfolgt:

  • Projektmanagement von Forschungsprojekten in der Wirtschaft
    Systematischer Wissenstransfer zum Management von Forschungs- und Entwicklungsprojekten in der Wirtschaft
  • Führung von alternden Belegschaften
    Lern- und gesundheitsförderliche Führung, Ergonomie und generationenübergreifendes Wissensmanagement, damit die Mitarbeiter leistungsfähig bleiben, wenn sie älter werden
  • Refreshing IT-Fachkräfte
    Fachlicher Austausch von IT-Fachkräften mit längerer Berufserfahrung über avancierte Technologien und neue IT-Strategien
  • Interkulturelles Management
    Wissenschaftliche Reflexion des Wirtschaftens in und mit fremden Kulturen (v.a. Indien und China)

Steuerkreis

  • Prof. Dr. Margarete Boos,
    Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie, Abteilung Sozial- und Kommunikationspsychologie
  • Dipl.-Geogr. Benno Fleer,
    PFH Private Fachhochschule Göttingen
  • Prof. Dr. Jutta Geldermann / Dipl.-Kfm. Harald Uhlemair,
    Institut für Betriebswirtschaftliche Produktions- und Investitionsforschung,
    Professur für Produktion und Logistik
  • Prof. Dr. Hans-Dieter Haller,
    Pädagogisches Seminar
  • Prof.Dr. Wolf-Ekkehard Hesse,
    Staatssekretär a.D.
  • Prof. Dr. Wolfgang Krumbein,
    Seminar für Politikwissenschaft, Institut für Regionalforschung
  • Prof. Dr. Hans-Georg Marten,
    Seminar für Politikwissenschaft
  • Dr. Holger Martens,
    BIGS - Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen e.G
  • Prof. Dr. Hubert Merkel,
    HAWK - Fachhochschule Hildesheim-Holzminden-Göttingen, Fakultät Ressourcenmanagement
  • Dr. Frank Mußmann,
    Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften Universität Göttingen
  • Dipl.-Kfm. Rüdiger Reyhn,
    Regionalverband Südniedersachsen e.V.
  • Dr. Dagmar Sakowsky,
    Volkswirtschaftliches Seminar

Förderer

Kooperationspartner

Kontakt

Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften
Georg-August-Universität Göttingen

Weender Landstraße 3
37073 Göttingen

Dr. Frank Mußmann
Tel. +49-551-39-27468
koopertionsstelle@uni-goettingen.de