Ansatzpunkte für eine solidarische Politik der Arbeit

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Ort

Universität Göttingen, Zentrales Hörsaalgebäude 007

Veranstalter

Kolloquium kritische Arbeitssoziologie, Universität Göttingen

Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja stellt ihr neues Buch "Klassengesellschaft akut" vor.

Darin beschreibt sie die sich vertiefende Kluft zwischen Arbeit und Kapital, aber auch zwischen verschiedenen Beschäftigtengruppen. Deren Arbeits- und Lebensbedingungen haben sich so polarisiert, dass manche Lohnabhängige auf Kosten anderer abgesichert werden: Stammbelegschaften grenzen sich in Unternehmen von Randbelegschaften ab, prekäre Hausangestellte kompensieren die flexiblen Arbeitszeiten von «Hochqualifizierten», Frauen und migrantische Beschäftigte arbeiten überproportional im Niedriglohnsektor etc.

Die zentrale Frage ist jedoch, wo Potentiale liegen, um Unterschiedlichkeit und Konkurrenz zu überwinden und für gemeinsame Interessen einzutreten. Die Angst vor Arbeitsplatzverlust, steigender Leistungsdruck, Fremdbestimmung und mangelnder Einfluss auf die eigene Arbeitssituation, aber auch die Konfrontation selbst Festangestellter mit der prekären Lage ihrer Kinder oder Partnerin können Ohnmacht schüren. Oder als Ansatzpunkte für Solidarisierung dienen. Ein Buch, das zum Aufbruch in eine gerechtere Gesellschaft anregt.

Das Buch wird vorgestellt und dann von Frederike Steiner (verd-di) und Leon Ehlers (IG Metall) kommentiert. 

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Gesprächskreis Klasse & Sozialstruktur der Rosa Luxemburg Stiftung, dem DGB Region SüdOstNiedersachsen, ver.di, IG Metall und GEW, der Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften der Universität Göttingen, der Basisgruppe SoWi und der Fachgruppe Soziologie.