25 Jahre Kooperationsstelle Hannover-Hildesheim: Brücken bauen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

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„Sozialpartnerschaft als Erfolgsmodell“ – Ministerpräsident Olaf Lies würdigt die Kooperationsstelle als zentrales Bindeglied. Beim Jubiläum diskutierten Gewerkschaften, Hochschulen und Politik über Zukunftsaufgaben und die Kraft gemeinsamer Lösungen.
„Brücken bauen“ – unter diesem Motto feierte die Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften Hannover-Hildesheim ihr 25-jähriges Bestehen. Ministerpräsident Olaf Lies betonte im Auftaktdialog die zentrale Rolle der Einrichtung: Sie sei ein „wichtiges Bindeglied zwischen Wissenschaft und Gesellschaft“, um Polykrisen und Transformationsprozesse zu bewältigen. Besonders hob er die sozialpartnerschaftliche Ausrichtung hervor: „Das ist Deutschlands Erfolgsfaktor – und den gilt es zu stärken.“
Doch die Arbeit der Kooperationsstelle ist kein Selbstläufer, wie Beiratsvorsitzender Torsten Hannig betonte: „Es braucht immer wieder neues Engagement, um Menschen in Netzwerke zu integrieren und für gemeinsame Ziele zu begeistern.“ Stefanie Nartschik-Mikami (Hans-Böckler-Stiftung) unterstrich die wachsende Bedeutung wissenschaftlicher Zusammenarbeit, um gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen. Dr. Ernesto Harder (DGB Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt) ergänzte, dass Hochschulen für Gewerkschaften strategisch unverzichtbar seien – ein Punkt, den Prof. Dr. Josef von Helden (Hochschule Hannover) aufgriff: Gemeinsame Zukunftswerkstätten seien ein gutes Beispiel, um Transformationsprozesse aktiv zu gestalten.
In ihrer Keynote zeigte Prof. Dr. Kerstin Jürgens (Universität Kassel), wie Betriebe als Orte gesellschaftlichen Zusammenhalts wirken: Hier treffen unterschiedliche Gruppen aufeinander und entwickeln Lösungen für Klimawandel, Rechtsextremismus oder Digitalisierung. Kooperationsstellen leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Demokratie.
Seit 25 Jahren verbindet die Kooperationsstelle Akteur:innen aus Gewerkschaften, Betrieben und Hochschulen – und bleibt ein lebendiges Beispiel für gelebte Sozialpartnerschaft im Zeichen von Digitalisierung, Klimawandel und sozialem Zusammenhalt.
