Zukunftsdialog Nachhaltige Mobilität

Thema: Das Netzwerk der Kooperationsstellen Hochschulen und Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen bearbeitet im „Zukunftsdialog Nachhaltige Mobilität“ Themen und Fragestellungen, die sich mit nachhaltigen Mobilitätskonzepten und der Transformation der Mobilitätswirtschaft beschäftigen.

Ziel:  Entwicklung von Bausteinen und Entwicklungspfaden für ein Verkehrsträger übergreifendes Gesamtkonzept „Nachhaltige Mobilität“. Übergeordnetes Ziel ist, eine Balance zwischen ökologischer (Klima, Umwelt), ökonomischer (Wettbewerb, Markt, Regulierung) und sozialer (Beschäftigung, Wohlstand) Nachhaltigkeit zu finden.

Aktuell: Organisation von landesweiten und regionalen Veranstaltungen und die Aufbereitung von wissenschaftlichen Fragestellungen zu dem Themenkomplex. An verschiedenen Standorten in Niedersachsen werden Fachtagungen, Konferenzen, Diskussionsveranstaltungen und Vorträge zur Nachhaltigen Mobilität durchgeführt.

Website des Netzwerks: www.kooperation-hochschule-gewerkschaft.de

Veranstaltungsseite

Materialien: Zum Download...

Als Konsequenz des seit Jahren andauernden „Diesel-Skandals“, von internationalen Abkommen zum Klimaschutz und zahlreichen wissenschaftlichen Studien ist der Transformationsdruck auf die Mobilitätswirtschaft gestiegen. Durch die Prozesse der Digitalisierung, Automatisierung und durch neue Herausforderungen des globalen Wettbewerbs, befindet sich die Mobilitätswirtschaft in einer tiefgreifenden Umstrukturierung. Die hohe Bedeutung der Mobilitätswirtschaft in Niedersachsen stellt für das Land eine besondere Herausforderung dar. Eine erhebliche beschäftigungspolitische Friktion ist durch ein nachhaltiges Mobilitätssystem zu erwarten und muss gesellschaftlich abgefangen und gestaltet werden. Erforderlich ist deshalb ein breiter und kontinuierlicher „Zukunftsdialog“ mit dem Ziel, Bausteine und Entwicklungspfade für ein Verkehrsträger übergreifendes Gesamtkonzept „Nachhaltige Mobilität“ zu entwickeln. Es gilt eine Balance zwischen ökologischer (Klima, Umwelt), ökonomischer (Wettbewerb, Markt, Regulierung) und sozialer (Beschäftigung, Wohlstand) Nachhaltigkeit zu finden. Gesucht werden zukunftsoffene Lösungen und Wege für eine gesellschaftliche Akzeptanz der dazu notwendigen Maßnahmen.

 

Aktivitäten des Netzwerks seit 2019

Die Kooperationsstellen in Niedersachsen und Bremen:

  • bieten zum Themenkomplex „Nachhaltige Mobilität“ verschiedene Veranstaltungen und Dialogformate mit gewerkschaftlichen, ökologischen, ökonomischen und wissenschaftlichen Fragestellungen an
  • fokussieren laufende und angestrebte Forschungsprojekte zum Themenkomplex „Nachhaltige Mobilität“ der Universitäten und Hochschulen in Niedersachsen und Bremen
  • diskutieren Angebote zur Ermittlung wichtiger, bislang nicht bearbeiteter Forschungsfragen aus den Reihen der betrieblichen Interessenvertretungen und der Gewerkschaften
  • beteiligen sich in Zusammenarbeit mit der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN an der Konzeption neuer innovativer Bildungszeitangebote zur nachhaltigen Mobilität
  • präsentieren ihre Angebote und weiteres Material zum Themenkomplex „Nachhaltige Mobilität“ im Netz.

Veranstaltungsreihe und Beiträge zur sozial-ökologischen Transformation


Um Mobilität nachhaltig zu gestalten und die Klimaschutzziele von Paris einzuhalten, ist eine fast vollständige Dekarbonisierung des Verkehrssektors bis 2050 notwendig. Da im Verkehrssektor im Gegensatz zu anderen Sektoren bislang kaum Einsparungen bei den CO2-Emissionen erreicht werden konnten, erscheinen radikalere Maßnahmen als notwendig. Im Zentrum des Verkehrssystems steht bislang der private PKW mit seinem Verbrennungsmotor. Die deutsche Automobilindustrie ist eine weltweit führende Schlüsselindustrie mit gewaltigen Beschäftigungseffekten, die aber schon zuvor mit großen Überkapazitäten zu kämpfen hatte. Selbst wenn mit EAutos nur eine „Antriebswende“ erfolgen sollte, die nach Einschätzung der meisten Expert*innen aber bei weitem nicht ausreichend ist, werden mindestens ein Drittel der traditionellen Arbeitsplätze in der Autoindustrie wegfallen. Gleichzeitig fordern immer mehr Menschen eine radikale Verkehrswende, mit der neben Verkehrsvermeidung vor allem eine Verlagerung auf andere Verkehrsträger erreicht werden soll, wodurch die Automobilindustrie weiter unter Druck geraten würde.

Die Kooperationsstellen in Niedersachsen und Bremen organisieren daher eine standortübergreifende Diskussionsreihe, die die Transformation des Mobilitätssystems in umfassender Perspektive thematisiert und insbesondere die Überwindung des scheinbaren Gegensatzes zwischen Klima- und Umweltschutz auf der einen und Arbeitsplätzen und Beschäftigungssicherung in den traditionellen Verkehrssektoren auf der anderen Seite im Fokus hat. Dazu werden die sozialen, ökonomischen und ökologischen Interessen unterschiedlicher Akteure aus der Klima- und Ökologiebewegung, aus Betrieb und Gewerkschaft und aus der Wissenschaft in einen „Zukunftsdialog“ thematisiert.

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise wird dieser Dialog in einer Online-Reihe von Einzelveranstaltungen geführt, die mit einem thematischen Videobeitrag eingeleitet werden. Die einführenden Videobeiträge sowie weitere ergänzende Beiträge werden im Internet vorab veröffentlicht und können eingesehen werden. Die Reihe soll mit weiteren Veranstaltungen fortgeführt werden. Diskussionsbeiträge und Debatten über die geplanten Themen sind erwünscht. Beteiligen Sie sich!


Die Reihe wird veranstaltet von dem Netzwerk der Kooperationsstellen Hochschulen-Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen in Kooperation mit der Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit. Nähere Informationen erhalten Sie hier oder entnehmen Sie direkt aus dem Flyer.

Materialien