Fachtagung generative KI am Arbeitsplatz

Bedarf für ein regionales Netzwerk

Thema: Generative KI ist überall – aber wird sie auch effizient, rechtssicher und humanorientiert eingesetzt? Die Fachtagung am 24.09.26 zeigte: Generative KI ist längst nicht mehr Zukunftsmusik – sie ist in Organisationen aller Größen und Branchen angekommen – mit viel Potenzial, aber auch mit Risiken. Mit organisationsübergreifendem Erfahrungsaustausch, gemeinsamen Lernen und anwendungsnaher Forschung können wir verantwortungsvolle Praxislösungen finden. Ein regionales Netzwerk mit Unternehmen, Wissenschaft und Praxis – jetzt auf dem Weg.

Die gemeinsam mit dem Soziologischen Forschungsinstitut realisierte Fachtagung zu generativer KI hat ein einhelliges Bild gezeichnet: Die Technologie ist in Organisationen aller Größen und Branchen längst angekommen – von der Verwaltung über die Wissensarbeit bis zur Universitätsmedizin. Doch je nach Einsatzfeld unterscheidet sich die Nutzung dramatisch: In der Diagnostik geht es um Präzision, in der Beratung um Kreativität, in der Verwaltung um Prozessoptimierung. Wir wissen aber noch zu wenig, wie die Potenziale der GenKI jeweils zu heben sind.

Zudem kommt mit der Vielfalt auch die Herausforderung: Allgemeine Rezepte funktionieren nicht. Die Versprechen von Effizienz und Entlastung werden durch erste Erfahrungen relativiert – denn geringe Verlässlichkeit und hoher Bedienungsaufwand führen oft zu neuen, unterschätzten Arbeitslasten. Die entscheidende Frage lautet daher „Wie wird die Nutzung von GenKi gestaltet – und wer bleibt am Steuer?“  Die Rolle der Menschen verändert sich: Wer kontrolliert die Ergebnisse? Wer entscheidet? Und wie kann Kompetenz erhalten oder neu aufgebaut werden? Wie setzen Organisationen förderliche Rahmenbedingungen?

Effiziente, rechtssichere und humanorientierte Lösungen müssen gemeinsam entwickelt werden. In einem regionalen Netzwerk können wir Gestaltungswissen teilen, Risiken reflektieren und gemeinsam lernen. Mit praxisnaher Forschung schließen wir Wissenslücken. Denn: Gute Gestaltung entsteht nicht im Labor – sondern im Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. Die Zukunft der Arbeit mit GenKI wird nicht durch Technik, sondern durch Zusammenarbeit und soziale Innovationen realisiert.

Bei der Fachtagung hat sich ein vielfältiger Kreis aus Unternehmen, Gewerkschaften, Wirtschaftsförderung, Beratung und Wissenschaft intensiv ausgetauscht. Dies war der Start - die Kooperationsstelle nimmt den Auftrag an, die Netzwerkbildung voranzutreiben.

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